Meru

"Der Präsident gewinnt, das Land verliert"

Wahlkampf in Tansania
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Tansania hat gewählt: mit 84% der Stimmen wurde der seit 2015 amtierende Präsident John Magufuli (61) in seinem Amt bestätigt. Sein bisherige Bilanz ist widersprüchlich: Seine Regierung erreichte bedeutende wirtschaftliche Verbesserungen und stieß große Infrastrukturprojekte an. Überschattet werden diese Erfolge jedoch von der zunehmenden und systematischen politischen Unterdrückung. Auch sein Verhältnis zur evangelischen Kirche gilt als angespannt.

Vicky hat Nachwuchs!

Vicky mit Familie 2020
Bildrechte Victoria Ndossy
Ein Jahr ist sie inzwischen schon wieder zurück in ihrer Heimat Tansania: Victoria Ndossy, die 12 Monate als Freiwillige im Dekanat Bamberg gelebt hat und oft in St. Matthäus war. Und es gibt gute Neuigkeiten: Vicky und ihr Mann Ernest, den sie nach ihrer Rückkehr geheiratet hatte, sind im Mai Eltern des kleinen Dylan geworden! Die kleine Familie lebt nun gemeinsam im „Usa River Rehabilitation and Training Center“ (URRC), in dem Vicky auch arbeitet. 

Neues aus Meru

Massai-Kinder in Tansania
Bildrechte Johanna Mattenklodt
Lazaro Urio, Generalsekretär der Meru-Diözese, berichtet im Telefongespräch mit Dekanatsmissionspfarrerin Dorothea Münch von den aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie, den Maßnahmen der Merudiözese und der aktuellen Klimasituation im Norden Tansanias. Auch in Tansania bestimmt nun „Corona“ das tägliche Leben. Offiziell werden im Vergleich mit anderen Ländern wenige Infektionszahlen gemeldet, doch gibt es in ganz Tansania nur ein Labor in Dar es Salaam, das Tests durchführt. In der Merudiözese sind in den letzten Wochen im Vergleich zu den vergangenen Jahren mehr Menschen gestorben. Es wurden kaum Sterbefälle aufgrund Covid- 19  diagnostiziert, sondern z.B. Diabetes, Herzinfarkt, doch die Mitarbeiter der Merudiözese vermuten, dass die Dunkelziffer hoch ist.

Corona in Tansania

 

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Auch in Tansania gibt es nun die ersten Corona-Fälle. Nachdem das Virus bei 19 Personen nachgewiesen wurde, hat die Regierung jetzt die Schulen und Universitäten für 30 Tage geschlossen und Menschenansammlungen untersagt. Personen, die einreisen, müssen sich 14 Tage in Selbst-Quarantäne begeben (Stand 31.3.2020).

Trotz der bisher geringen Fallzahlen betrachtet die WHO die Situation in Afrika mit Sorge. "Unsere größte Sorge ist, dass Covid-19 auf Länder mit schwächeren Gesundheitssystemen übergreift", hatte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus schon zu Beginn der Epidemie gesagt. 

Safari njema, Victoria!

Vicky aus Tansania beim Gemeindefest in St. Matthäus 2018
Bildrechte P. Mattenklodt

Seit Sommer 2018 hat Victoria Ndossy als Freiwillige in der Kindervilla der Diakonie gearbeitet und uns zugleich die Partnerschaft unseres Dekanats mit der Diözese Meru in Tansania nähergebracht. Ende Juni ist sie wieder nach Hause zurückgekehrt. Wir haben im Gespräch mit ihr zurückgeblickt.

Ostern in Meru: Mgeni ni baraka

Kein Osterhase weit und breit. Und auch Ostereier sind in Tansania noch weitgehend unbekannt und finden erst langsam Verbreitung. Der früher gerade auf den Dörfern traditionelle Brauch, die Häuser mit Palmzweigen und bunten Blüten zu verzieren, gerät langsam mehr und mehr in Vergessenheit. Die christlichen Traditionen und das gemeiname Feiern mit Verwandten Freunden und Nachbarn stehen stattdessen im Mittelpunkt.